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Neubau Verwaltungsgebäude

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Stadt­wer­ke-Neu­bau als öko­lo­gisch-öko­no­mi­sches Vor­zei­ge­pro­jekt


Mit ih­rem Neu­bau an der May­bach-/Benz­stra­ße in Lein­fel­den wer­den die Stadt­wer­ke nicht nur mo­der­ne Ar­beits­plät­ze schaf­fen. Das in­klu­si­ve Kel­ler fünf­ge­schos­si­ge Bü­ro­ge­bäu­de wird durch die Syn­er­gie in­no­va­ti­ver Tech­no­lo­gi­en und ei­ne en­er­ge­tisch ge­stal­te­te Ge­bäu­de­hül­le zu­gleich ein ok­ö­logisch wie öko­no­misch bei­spiel­haf­tes Bau­vor­ha­ben in der Stadt wer­den.

Ge­nutzt wer­den für die Wär­me­ver­sor­gung aus­schließ­lich er­neu­er­ba­re En­er­gie­quel­len und die Ab­wär­me des Data­cen­ters. Bei deut­lich hö­he­rer Nutz­flä­che wird der CO2-Aus­stoß da­mit auf ein Drit­tel ver­rin­gert, was ei­ne Ein­spa­rung von 4,8 Ton­nen pro Jahr CO2 be­deu­tet. Durch sein en­er­ge­ti­sches Kon­zept kann der Ver­wal­tungs­neu­bau vor­aus­sicht­lich als KfW-Ef­fi­zi­enz­haus Stan­dard 55 klas­si­fi­ziert und ent­spre­chend ge­för­dert wer­den.

Bei dem Ar­chi­tek­ten­wett­be­werb war der Ent­wurf des Stutt­gar­ter Bü­ros LI­MA* als Sie­ger her­vor­ge­gan­gen. Die­se Pla­nung, die ei­nen glä­ser­nen Ku­bus vor­sah, wur­de noch­mals mo­di­fi­ziert. Die Glas­fas­sa­de wur­de re­du­ziert, das heißt. die Hälf­te der Fas­sa­de wird nun aus ge­schlos­se­nen Ele­men­ten be­ste­hen; aus wel­chem Ma­te­ri­al, wird bei der wei­te­ren Aus­füh­rungs­pla­nung kon­kre­ti­siert wer­den. In die­se Ele­men­te wer­den zur Lüf­tung der Räu­me me­cha­ni­sche Dreh- und Kipp­flü­gel in­te­griert. Die Fens­ter der Glas­fas­sa­de selbst wer­den nicht zu öff­nen sein. Ein au­ßen­lie­gen­der Son­nen­schutz wird eben­falls an­ge­bracht.

Durch die Re­du­zie­rung des ver­glas­ten Fas­sa­den­teils wird das Ge­bäu­de er­heb­lich we­ni­ger so­lar auf­ge­heizt, was wie­der­um ei­nen ge­rin­ge­ren Küh­lungs- und Lüf­tungs­be­darf zur Fol­ge hat. Das Ge­bäu­de­dach wird ex­ten­siv be­grünt wer­den. Das Re­gen­was­ser wird in ei­ner Re­ten­ti­ons­mul­de ge­sam­melt, die zu­gleich Teil der Au­ßen­flä­chen­ge­stal­tung ist, und dem Streit­gra­ben zu­ge­führt.

Zur Be­hei­zung der Räu­me wer­den un­ter­schied­li­che Tech­no­lo­gi­en ge­nutzt. Für die Wär­me­grund­last wird die Ab­wär­me aus dem Data­cen­ter ver­wen­det. Dort be­steht ganz­jäh­rig Küh­lungs­be­darf, die ab­zu­füh­ren­de Wär­me kommt der Be­hei­zung des Ge­bäu­des zu Gu­te. Dar­über hin­aus wird ei­ne Wär­me­pum­pe ein­ge­setzt, wel­che die ganz­jäh­rig ver­füg­ba­re Erd­wär­me nutzt. Bei Spit­zen­las­ten steht der An­schluss an den Pel­let­kes­sel im be­nach­bar­ten Bau­be­triebs­hof zur Ver­fü­gung.

Da der Be­darf für Warm­was­ser ge­ring ist, wird auf ei­ne zen­tra­le Brauch­warm­was­ser­an­la­ge ver­zich­tet. Es wer­den statt­des­sen elek­trisch be­trie­be­ne  Klein­men­gen­durch­lauf­er­hit­zer ein­ge­baut, die ei­nen eher ge­rin­gen Be­darf an elek­tri­scher En­er­gie ha­ben.

Die Ge­bäu­de­be­hei­zung er­folgt al­so voll­stän­dig oh­ne den Ein­satz fos­si­ler En­er­gie­trä­ger. Als Heiz­sys­tem wer­den Heiz­kör­per und die so­ge­nann­te  Bau­teil­ak­ti­vie­rung – durch Rohr­lei­tun­gen in den De­cken fließt war­mes bzw. wenn ge­kühlt wer­den soll kal­tes Was­ser – mit­ein­an­der kom­bi­niert.

Die Käl­te­ver­sor­gung ist in ers­ter Li­nie für die Küh­lung des Data­cen­ters er­for­der­lich, denn ei­ne Über­hit­zung wür­de zu Schä­den oder Aus­fäl­len füh­ren. Ein­ge­setzt wer­den da­für elek­trisch be­trie­be­ne Kli­ma­schrän­ke. Sie küh­len im Um­luft­prin­zip: Die Luft wird aus dem Data­cen­ter ab­ge­saugt, ge­kühlt und wie­der in das Data­cen­ter ein­ge­bla­sen. Für ei­ne even­tu­el­le Er­wei­te­rung in den kom­men­den Jah­ren – es ist von stei­gen­dem Be­darf an Re­chen­zen­trums­flä­che aus­zu­ge­hen – wer­den wei­te­re Lei­tun­gen be­reits ein­ge­baut.

In den Som­mer­mo­na­ten er­folgt die Grund­tem­pe­rie­rung des Ge­bäu­des pas­siv über die Bau­teil­ak­ti­vie­rung, oh­ne den Ein­satz ei­ner Kli­ma­an­la­ge. Die Kühl­leis­tung ga­ran­tiert die vor­han­de­ne Erd­wär­me­pum­pe.

Ent­spre­chend der En­er­gie­ein­spar­ver­ord­nung wird ei­ne Lüf­tungs­an­la­ge ein­ge­setzt, die für ei­ne gu­te Luft­qua­li­tät in den Bü­ro­räu­men sorgt. Im Ge­gen­satz zu ei­ner Kli­ma­an­la­ge müs­sen hier die um­zu­wäl­zen­den Luft­men­gen nicht ge­kühlt wer­den.

Der Neu­bau wird an das Netz der öf­fent­li­chen Strom­ver­sor­gung an­ge­schlos­sen. Zu­sätz­lich wird ei­ne Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf dem Dach er­rich­tet. Der so er­zeug­te Strom wird zu fast 100 Pro­zent im Ge­bäu­de, vor al­lem im Data­cen­ter und für die da­für er­for­der­li­che Küh­lung, selbst ver­braucht. Über­schuss­men­gen wer­den in das vor­ge­la­ger­te Netz ein­ge­speist.

Die Kos­ten für den Neu­bau we­den mit 6,86 Mio. Eu­ro be­zif­fert; dar­in ent­hal­ten ist das Data­cen­ter mit 1,04 Mio. Eu­ro. Ein­nah­men wer­den durch die Ver­mie­tung von 480 Qua­drat­me­tern Bü­ro­flä­chen er­war­tet. Der Bau­be­ginn ist für Ja­nu­ar 2018 ge­plant. Be­zugs­fer­tig wä­re das neue Ver­wal­tungs­ge­bäu­de dann im April 2019.

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